Blumenkohl selbst anbauen – Romanesco

Lange ging der Irrtum umher, der Romanesco sei eine Mischung aus Brokkoli und Blumenkohl. Doch mittlerweile ist klar, dass der hübsch anzusehende Gartenbewohner ist eindeutig als ein Blumenkohl zu identifizieren ist. Auch bekannt sein kann er als italienischer Kohl, Minarett-Kohl, Traubenkohl, Blütenkohl oder Karfiol, sowie Käsekohl. Gar nicht mehr so ein Neuling ist der Romanesco, denn bereits seit dem 16. Jahrhundert wird die Gemüsezüchtung aus Rom hier bei uns angebaut.

Der ideale Standort

Etwa einen halben Meter in jede Richtung benötigt die Pflanze Platz. Deinen Boden mag der Romanesco humos und er lässt sich gerne von der Sonne küssen. Doch sonnt sich die Pflanze zu sehr, solltest Du sie etwas abdecken, damit sie nicht vergilbt.

Die Saat

Blumenkohl – und somit auch der Romanesco – ist nicht winterhart. Frost verträgt er nicht, sodass Du die Aussaat im Gewächshaus im Februar beginnen kannst. Im Zweifel kannst Du den Kohl mit Vlies abdecken. Mit dem Auspflanzen kannst Du Mitte April etwa beginnen, auf circa 50 x 50 Zentimeter. Den Boden kannst Du organisch düngen, denn der Romanesco verbraucht viele Nährstoffe.

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Schädlinge

Die Eier und Raupen des Kohlweißling fühlen sich in Deinem Blumenkohl besonders wohl. Und wie so oft mag auch die Kohlfliege sich dort ansiedeln. Sie legt ihre Eier in den Wurzelhals Deiner Pflanze, von wo die Maden die Frucht regelrecht aushöhlen, bis sie welkt. Dagegen kannst Du prophylaktisch mittels Insektennetzen oder Pappkrawatten für den Pflanzengrund vorgehen.

Auch für die Kohlhernie ist der Romanesco anfällig. Dieser Pilz schadet der Pflanze und mindert die Ernte. Außerdem vermehrt er sich mittels seiner Sporen sehr schnell. Einen solchen Pilz im Beet zu haben ist denkbar ungünstig, denn die besagten Sporen sind in der Erde ausgesprochen langlebig. Daher sollte im Falle eines Ausbruchs bis zu sieben Jahren kein Kohl mehr angebaut werden in diesem Areal.

Die Ernte

Nach der Ernte musst Du den Strunk und die Blätter entfernen und den Kohl möglichst schnell verarbeiten.

Die Aufbewahrung und Verwendung

Du kannst Blumenkohl sowohl roh, als auch gegart verzehren. Wenn Du Romanesco gekocht oder blanchiert hast, solltest Du ihn mit Eiswasser abschrecken, denn so behält er seine appetitliche Farbe. Bei weißem Blumenkohl solltest Du etwas Milch oder besser noch Zitronensaft dazugeben, damit er reinweiß bleibt.

Hast Du zu viel Ernte, um sie sogleich zu verbrauchen, kannst Du den Kohl in Röschen abteilen und portionsweise roh einfrieren. Beim Auftauen dann, kannst Du das Gemüse direkt gefroren in kochendes Wasser geben. Frisch halten kannst Du ihn auch, indem Du Strunk und Blätter entfernst, ihn in ein Handtuch einwickelst und dann auf dem Balkon lagerst. Bei sehr niedrigen Temperaturen würde ich empfehlen, ihn zusätzlich in einen Pappkarton zu stecken.

Auch bereits blanchiert kannst Du den Kohl einfrieren, dann wird er aber mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit nach dem Auftauen matschig.