Rasendünger – Rasen düngen: Wann, wie und wie oft

Ratgeber zum Thema Rasen düngen: Wann, wie und wie oft im Jahr.

Rasendünger im 10kg Eimer

Nährstoffmangel ist ein großes Leiden vieler Rasenflächen in heimischen Gärten. Fehlen dem Rasen Stickstoff (N), Phosphor (P) oder Kalium (K), kommt es nur noch zu einem geringen Zuwachs neuer Halme und das Gras wächst nicht mehr dicht. Die Grünfärbung lässt nach und es kommt zu einem leicht gelblichen Hausrasen.

In diesem Ratgeber geben wir Ihnen alle wichtigen und entscheidenden Informationen, die Sie fürs erfolgreiche Rasen düngen benötigen. Von der Vorbereitung aufs Düngen bis zur Durchführung und fortlaufenden Rasenpflege durch Mähen und Vertikutieren.

Muss ich meinen Rasen düngen?

Nicht jeder Rasen braucht zwangsläufig zusätzlichen Dünger. Viele Gärten haben von Natur aus bereits einen schönen grünen Rasen und somit einen Boden der ausreichend Nährstoffe bietet. Ist Ihr Rasen allerdings nicht richtig grün oder weißt kahle Stellen auf und wächst nicht schön dicht, fehlt es dem Rasen an Nährstoffen. Sie müssen herausfinden, welcher Mangel vorliegt und anschließend die richtige Düngersorte auswählen. Mit einer Bodenanalyse stellen Sie fest, welche Nährstoffe dem Boden fehlen oder wovon zu viele vorhanden sind.

Bodenanalyse im Garten für den richtigen Rasendünger

Bei der Bodenanalyse werden alle relevanten Nährstoffe, Spurenelemente und Mineralien untersucht, die Pflanzen und Gräser benötigen um gut zu wachsen. Mit dem Ergebnis kann der richtige Dünger bestimmt werden. Die Qualität des Bodens wird festgestellt und Sie kennen die Beschaffenheit Ihres Bodens über die nächsten Jahre hinweg. Solch eine Bodenanalyse kostet einmalig zwischen 40 und 50 Euro. Die Bodenanalyse bestimmt außerdem die Bodenart und Humusklasse.

bodenanalyse
Bodenanalyse beim eigenen Garten

Untersucht werden:

  • pH-Wert
  • Eisen
  • Zink
  • Stickstoff
  • Calcium
  • Kalium
  • Magnesium
  • Phosphor
  • Kupfer
  • Bor

Um eine Bodenanalyse durchführen zu lassen, suchen Sie sich ein passendes Institut für den Test. Sie könnten sich hier beispielsweise an das „Bodenanalyse Zentrum“ wenden. Dort erhalten Sie eine geeignete Tüte und einen Karton in dem Sie die Bodenprobe verpacken und an das Institut senden. Einige Tage nach Ankunft der Probe erhalten Sie ein ausführliches Resultat mit verständlicher Auswertung aller Werte.

Nährstoffe und ihre Aufgabe im Rasendünger

Stickstoff im Boden

Stickstoff (N) ist wichtig um eine gesunde Grünfärbung zu erreichen. Außerdem gilt Stickstoff laut Deutscher Rasengesellschaft e.V. beim Rasen als echter Wachstumsmotor und treibt den Zuwachs an. In jedem guten Rasendünger befindet sich ein Anteil Stickstoff.

Phosphor stärkt das Wurzelwerk

Für ein starkes Wurzelwerk und Wurzelwachstum, sorgt der Nährstoff Phosphor (P) in der perfekten Rezeptur. Nur durch ihn kommen Rasenwurzeln sehr tief in den Boden und bilden die Grundlage für einen stabilen Rasen. Tiefe Wurzeln entstehen u.a. auch durch den richtigen Einsatz von Rasensprengern, bei denen Rasenfläche lange gewässert wird und das Wasser tief in den Boden eindringt.

Durch die langen Wurzeln muss Rasen wesentlich weniger aber dafür länger gewässert werden und ist gesünder.

Kalium für eine hohe Belastbarkeit

Mit Kalium (K) kommt es zu einer starken Belastbarkeit des Rasens. Dünger mit einem hohen Kaliumgehalt ist also besonders für strapazierfähigen Rasen wichtig, damit dieser es auch tatsächlich ist. Zum Beispiel wenn der Garten als Spielfläche für Kinder dient. Kalium stärkt das Gras aber auch gegen Trockenheit, Krankheiten und Kälte. Es ist also besonders im Herbst beim Rasen düngen ein wichtiger Bestandteil um die Grünflächen vorm ersten Frost zu stärken.

Wann sollte man den Rasen düngen?

Rasen düngen ist eine Aufgabe für die Abendstunden, wenn keine Sonne mehr scheint. Im besten Fall sind für die Nacht Regenschauer angekündigt. Der Regen spült den Dünger von den Gräsern runter ins Erdreich und lässt ihn im Boden versinken. Sind keine Schauer angekündigt, sollte nach dem Düngen direkt der Rasensprenger aufgestellt werden. Dieser muss mehrere Stunden die komplette Fläche wässern. Viel Wasser ist gut, weil es tiefer in den Boden eindringt und die Wurzeln dadurch angereizt werden, ebenfalls länger zu werden. Dies wiederum verleiht dem Rasen mehr Kraft.

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Wie oft sollte man den Rasendünger einsetzen?

Zierrasen

Die Häufigkeit beim Düngen ist stark vom Rasen und dessen Belastung abhängig. Pflegen Sie einen Zierrasen der nicht belastet wird, brauchen Sie diesen nur zwei Mal im Jahr düngen. Eingesetzt wird dabei ein spezieller Langzeitdünger der dem Rasen im Frühjahr ab Mitte April zugeführt werden. Im Juli bis August erfolgt die zweite Düngung. Danach ist Zierrasen bis ins neue Jahr ausreichend mit Nährstoffen versorgt.

Spielrasen

Belastbarer Rasen der auch wirklich beansprucht wird, sollte drei Mal im Jahr mit einem Langzeitdünger versorgt werden. Dies gilt beispielsweise für Rasenflächen auf denen häufig Kinder spielen oder die man auch selbst regelmäßig betritt. Alles was kein reiner Zierrasen ist, verlangt etwas mehr Nährstoffe. Dadurch kann der Rasen die beschädigten Gräser schnell auswachsen lassen und heilt sich effektiv.

April, Juni und August sind die Monate, in denen jeweils Dünger auf den Rasen kommt.

Stark belasteter Rasen

Vier Mal im Jahr muss nur sehr stark belasteter Rasen Dünger sehen. Etwa dann, wenn wirklich täglich Kinder auf dem Rasen spielen und ggf. sogar Fußball auf der Rasenfläche gespielt wird. Die Beanspruchung der Gräser ist so stark, dass sie ohne viel Dünger kaputt gehen. Übrig bleibt eine gelbe Fläche die auf lange Sicht kein Gras mehr sieht.

Wie Spielrasen, wird dieser Rasen ebenfalls im April, Juni und August mit einem Langzeitdünger versorgt. Im Oktober sollten Sie den Rasen mit einem Dünger versorgen, der viel Kalium enthält. Kalium stärkt den Rasen und hilft ihm auch bei Frost noch haltbar zu bleiben.

Ungeeigneter Dünger für Rasen

Rasen düngen Sie bitte nicht mit einem anderen Dünger, als mit einem Langzeitdünger. Nutzen Sie keinen Dünger für andere Pflanzen und auch nichts für landwirtschaftlich betriebene Flächen wie Felder. Diese Dünger beinhalten andere Nährstoffe und sind für den Rasen wegen der unterschiedlichen Zusammensetzung ungeeignet.

Dünger dieser Art hat i.d.R. keine Langzeitwirkung sondern sorgt nur kurzzeitig für einen Wachstumsschub beim Gras. Die Halme werden deutlich schneller wachsen. Leider gilt das nicht für die Wurzeln der Gräser. Dadurch muss der Rasen häufiger gemäht werden und der Nährstoffhaushalt wird überdurchschnittlich stark beansprucht. Je nach gewählter Düngersorte kann es sogar zur Verschmutzung von Grundwasser kommen. Die häufigsten Probleme sind aber verbrannte Rasenflächen die so einfach nicht mehr repariert werden können.

Selbst organischer Dünger ist auf heimischen Rasenflächen zu vermeiden. Er ist in seiner Zusammensetzung der Nährstoffe nicht eindeutig zu kontrollieren und es entsteht kein gleichmäßiger Düngeeffekt auf dem Rasen.

Wie düngt man Rasen?

Rasendünger ist unbedingt richtig anzuwenden, da sonst Schäden auf der Rasenfläche entstehen können. Im schlimmsten Fall kann auch das Grundwasser leiden, wenn falscher Dünger verwendet wird.

Mineralischer Rasendünger in Form von kleinen festen Kugeln oder Körnern, ist die normale Form in der Langzeitdünger heute im Handel erhältlich ist. Dieser Dünger wird im besten Fall mit einem Streuwagen auf dem Rasen verteilt. So erzielen Sie eine gleichmäßige Verteilung und sorgen dafür, überall auf der Rasenfläche Dünger zu streuen. Sie füllen den Streuwagen dabei zwei Mal in gleichen Portionen auf. Mit der ersten Portion fahren Sie längs über den Rasen und mit der zweiten Portion gehen Sie den Rasen quer ab. Im Normalfall befindet sich auf dem Eimer vom Rasendünger einen Hinweis zur Einstellung des Streuwagens. Je nach Körnergrößen, kann man an einem guten Streuwagen einstellen, wieviel Rasendünger beim Ziehen aus dem Streuschlitz fällt. Mit dieser Angabe bekommt man die perfekte Dosierung an Rasendünger auf den heimischen Rasen.

Rasendünger in einem Eimer

Lassen Sie keinen Dünger beim Auffüllen des Streuwagens neben diesen Fallen. Sonst kommt es an diesen Stellen ggf. zu Verbrennungen. Am besten legen Sie eine Folio oder anderen Schutz drunter und füllen den Wagen auf.

Flüssigdünger tragen Sie unbedingt so auf dem Rasen auf, wie es auf der Verpackung steht. Er wird nach Anweisung gemischt und dann mit einer Gießkanne im Garten verteilt.

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Bildnachweise

Foto bei Bodenanalyse © Anthonycz, fotolia.com

3 Kommentare

  1. Eine gute Alternative zum Düngen mit Kunstdünger stellt übrigens das Mulchen dar. Dadurch werden dem Rasen statt 3-4 größere Düngegaben auf biologische Weise kontinuierlich kleine Gaben der Nährstoffe zugeführt.

    • Schneiden Sie den Rasen so, wie Sie ihn auch sonst schneiden würden. Schauen Sie vorher, ob der Dünger bereits gut eingezogen ist. Eventuell wässern Sie den Rasen 1-2 Tage vor dem Mähen, da mit der Dünger sich mit dem Wasser vermischen und in den Boden ziehen kann.

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  1. Gartenarbeit im März › Das Gartenmagazin

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