Hauswasserwerk Test – So funktionieren die Gartenpumpen

Hauswasserwerk Test

Eine eigene Wasserversorgung kann durchaus ein charmanter Gedanke sein. Gerade im Garten freut man sich, wenn man nicht das kostbare Trinkwasser aus der Leitung zapfen muss. Mit einem Hauswasserwerk hat man die Möglichkeit, sein eigenes Leitungssystem aufzubauen und mit normalem Wasserdruck zu betreiben. Im Dschungel der verschiedenen Anbieter und Modelle versuchen wir eine Schneise der Information zu ziehen. Wir gehen dabei auf die Fragen der Leistung und des Einsatzgebiets ein.

Wie funktioniert ein Hauswasserwerk / Hauswasserautomat

Das Prinzip ist denkbar einfach und dennoch nicht zu unterschätzen. Ein Hauswasserwerk besteht in seinen Grundzügen aus einem Motor und einem Druckbehälter. Der Motor ist dafür zuständig, mittels einer Pumpeinheit Wasser anzusaugen. Der Kompressor / Druckbehälter hält dabei einen gewissen Wasserdruck aufrecht. Anders als bei einer Regenfasspumpe, steht das Hauswasserwerk selbst nicht im Wasser und kann ortsunabhängig von der Wasserquelle eingesetzt werden. Hierbei ist der Abstand zur Wasserquelle abhängig von der gewählten Leistung. Das Hauswasserwerk saugt dabei über einen Schlauch Wasser an. Im Druckbehälter wird dieses gespeichert und es entsteht ein Wasserdruck in Bereichen von 1-6 Bar. Je nach Wasserwerk gibt es hier technische Unterschiede. Der Aufgebaute Wasserdruck reicht dabei aus, um das Wasser wie aus einer herkömmlichen Wasserleitung zu zapfen. Es wird übrigens zwischen den Begriffen Hauswasserwerk und Hauswasserautomat unterschieden.

Aufbau der Schläuche und Anschlussmöglichkeiten

Auf der einen Seite steht die Wasserquelle, dies kann ein Gartenteich sein, aber auch ein Wassertank im Garten oder ein Brunnen. Von der Wasserquelle geht ein Wasserschlauch zum Hauswasserwerk. Hierbei handelt es sich um den Ansaugschlauch. Es empfiehlt sich am vorderen Ende eine Filtereinheit zu installieren, so wird das Wasser noch vor dem Ansaugen vorgefiltert. Am Gerät befinden sich mindestens zwei Schlauchanschlüsse. Nachdem der Wasserdruck aufgebaut und gehalten wird, kann über einen zweiten Anschluss das Wasser gezapft werden. Hierbei kann entweder ein weiterer Schlauch oder ein Wasserhahn angeschlossen werden. Öffnet man den Wasserhahn und zapft Wasser über das Hauswasserwerk, springt die Pumpe an und zieht sofort neues Wasser nach.

Wasseranschluss außen Hauswasserwerk

Die normalen Wasserwerke für den Hausgebrauch haben Anschlussstücke zwischen 1 Zoll und ½ Zoll. Hier kann man mittels Schlauchschellen oder Schraubaufsätzen alle nötigen Zu- und Abläufe montieren und kleiner oder größer Adaptieren.

Wann weiß die Pumpe wann sie aufhören muss?

Über ein Gas-Luft-Gemisch im inneren des Druckbehälters, wird bei einer Komprimierung von z.B. 5 bar, die Pumpe gestoppt. Fällt der Druck ab, springt das Wasserwerk automatisch wieder an und baut den Druck wieder auf. Der Druck wird aufrechterhalten und man kann mit konstantem Wasserdruck Bewässern. Kleinere Modelle sind Werkseitig mit dem Maximal- und Minimaldruck eingestellt. Bei Premiumpumpen kann die Untergrenze eingestellt werden. Egal ob Kärcher, Al-Ko, Einhell, Gardena oder Neptun, das Grundprinzip ist immer gleich.

Worauf kommt es beim Hauswasserwerk an?

Entscheiden sind hier technische Daten. Je nach Einsatzgebiet muss man sich bei der Anschaffung an bestimmte Werte und Kennzahlen halten. Zu berücksichtigen sind dabei:

  • Der Wasserdruck
  • Maximale Selbstsaughöhe
  • Leistung der Pumpe
  • Maximale Förderhöhe
  • Kesselgröße für das Speicherwasser
  • Trockenlaufsicherung
  • Rückflussverhinderer
  • Qualitativ hochwertige Verarbeitung

Der Druck ist entscheiden dafür, was man mit dem Hauswasserwerk betreiben kann. Es gibt Geräte, die benötigen einen gewissen Wasserdruck. Waschmaschinen, oder Bewässerungsanlagen. Der Hauswasserdruck liegt im Normalfall bei 3-4 Bar.

Je mehr Geräte man gleichzeitig betreiben möchte, umso leistungsstärker sollte das Hauswasserwerk gewählt werden. Auch ist die Dauer der Nutzung für die Wahl der Leistung entscheidend. Man kann sagen, wer lange Zeit am Stück Wasser per Wasserpumpe zapfen möchte, sollte eine leistungsstarke Pumpe wählen. Die Pumpe sollte nicht immer am Leistungsmaximum laufen, dies macht sich positiv auf die Lebensdauer bemerkbar.

Die maximale Selbstsaughöhe oder auch die Ansaughöhe ist maßgeblich dafür entscheidend, wie weit die Wasserpumpe von der Wasserquelle entfernt sein darf. Es ist normal, dass dieser Wert in „Höhe“ und „Meter“ angegeben wird. Eine Pumpe mit 6 Meter Ansaughöhe muss dichter an der Wasserquelle stehen, als eine Pumpe mit 10 Meter Saughöhe.

Bei der Leistung der Pumpe gibt es einmal die Fördermenge, diese wird in Litern pro Stunde angegeben und die Angabe für die Leistung der Pumpe, meistens in Watt. Beides steht im Regelfall in einem Zusammenhang, je mehr Watt die Pumpe hat, umso mehr Wasser kann gefördert werden.

Trockenlaufsicherung und Rückflussverhinderer

Die Trockenlaufsicherung schaltet die Pumpe ab, wenn das Wasserreservoir leer ist. Betreibt man das Hauswasserwerk mit einer Regentonne, kann es vorkommen, dass diese leergepumpt wird. (Kurz zurückgedacht an die Funktionsweise). Kann der Mindestdruck nicht gehalten werden, springt die Pumpe an. Kommt kein Wasser nach, wird der Mindestdruck nicht mehr erreicht, die Pumpe würde ohne eine Trockenlaufsicherung dauerhaft laufen.

Mit einem Rückflussverhinderer wird verhindert, dass Wasser aus der Pumpe zurück in das Ansaugrohr bzw. den Ansaugschlauch läuft. Hier gibt es nur eine Richtung, von der Wasserquelle zum Hauswasserwerk. Dies hat den Vorteil, der Ansaugschlauch bleibt mit Wasser gefüllt und ein erneutes Anlaufen der Pumpe kann mit nur sehr wenig Verzögerung Wasser fördern. Der Totraum des Schlauchs muss nicht erst überbrückt werden.

Steht das Hauswasserwerk draußen und ist im Winter auch Frost ausgesetzt, sollte es unbedingt entleert und trockengelegt werden. Das Wasser wird über die Wasserablassschraube rausgelassen.

Vor der Inbetriebnahme

Vor der Inbetriebnahme sollte man den Druckbehälter mit Wasser füllen. Dazu befindet sich an den meisten Modellen eine Einfüllöffnung zur Erstbefüllung. Diese Öffnung befindet sich im Regelfall auf dem Druckbehälter. So kann man diesen bereits randvoll mit Wasser füllen und der Erstbetrieb benötigt nicht so viel Zeit um den gewünschten Wasserdruck aufzubauen. Hierzu sollten Sie in jedem Fall die mitgelieferte Bedienungsanleitung lesen.

Einsatzgebiet vom Hauswasserwerk

Viele Teichbesitzer nutzen ein Hauswasserwerk, um Wasser aus dem Teich für die Bewässerung des Gartens zu nutzen. Hierbei kann man ideal einen Wasserhahn an die Pumpe anschließen und das normale Gartenschlauchsystem nutzen. Auch automatische Bewässerungsanlagen können mit einem Hauswasserwerk betrieben werden. Wer die Möglichkeit hat Naturwasser zu fördern und zu nutzen, sollte dies aufgrund der Ressourcenschonung auch machen.

Der Kompressor ist in der Regel nicht leise, der Aufstellort sollte so gewählt werden, dass er einen nicht mit unnötiger Geräuschbelastung stört. Optimal wird das Hauswasserwerk frostgeschützt in einer Garage oder im Schuppen aufgestellt.

Verschiedene Hauswasserwerke im Überblick

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Daten der Tabelle – Stand der Daten: Dez 15, 2017 13:22

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