Wichtige Regeln für den eigenen Spielplatz

Kinder spielen gerne im Garten und ein eigener Spielplatz ist da eine gute Möglichkeit um Kinder glücklich zu machen. Bei der Anschaffung, dem Aufbau und dem Betrieb sind jedoch einige Faktoren zu beachten. Auf Spielplätzen lauern immer Gefahren. Diese sollte man auch im privaten Bereich minimieren. Wie dies geht, beschreibt dieser Artikel ausführlich. So bauen Sie sicher!

Schritt 1: Wo soll der Spielplatz gebaut werden?

Der Standort des Spielplatzes ist sehr wichtig. Besonders in Gärten auf der Südseite muss man sich überlegen wie man den Kindern auch entsprechenden Sonnenschutz durch Schattenplätze anbietet. Je nach Größe der Anlage kann man sich mit Sonnensegeln helfen. Alternativ schützen auch bestehende Bäume vor ständiger Sonne. Baut man einen größeren Spielplatz wie beispielsweise Burgen, hat man in der Regel auch Dächer auf dem Spielplatz und somit Schatten.

Kinder sollten niemals dauerhaft der Sonne ausgesetzt werden. Dies birgt verschiedene Gefahren wie Sonnenbrand oder Kreislaufschwäche. Besonders bei letzterem kann es auf dem Spielplatz zu Stürzen und schweren Verletzungen kommen.

Schritt 2: Sicherheit auf dem Spielplatz

Spielplätze werden generell mit hochwertigen Holzschrauben verarbeitet. Ein Nagel hat hier absolut nichts verloren. Außerdem sollte Holz immer so verarbeitet werden das keine Splitter etc. zu finden sind. Dies sind aber nur grundlegende Dinge für den Aufbau. Meistens kauft man einen Spielplatz ja als fertiges Paket und hat hochwertiges Material.

Info: Beim Kauf findet man Geräte nach DIN EN 71 die besonders gern für den privaten Gebrauch gewählt und auch empfohlen werden. Diese Geräte sind in Ordnung und kann man kaufen. Man sollte aber wissen, dass es sich bei dieser Norm um eine geschwächte Version der DIN EN 1176 und EN 1177 handelt. Diese beiden Normen sind für Spielplätze in der Öffentlichkeit und in Einrichtungen wie Kindergärten. Bei der geschwächten EN 71 erhält man meist weniger robustes Material. Die Haltbarkeit der Anlagen ist dadurch nicht so hoch. Im Gegenzug dazu ist aber der Preis auch deutlich niedriger. Ob man diesen Kompromiss eingehen will muss man selbst entscheiden.

Die Normen regeln vor allem die nachfolgend wichtigen Punkte bei einem Spielplatz.

Sicherheit in der Höhe

Spielflächen die eine Höhe von einem Meter erreichen müssen mit einem einfachen Geländer abgesichert werden. Bei erreichen einer Höhe von zwei Metern ist es Pflicht eine geschlossene Brüstung zu installieren. Gemessen wird die Höhe immer von Plattform bis Boden. Also die reale Fallhöhe. An diese Regeln muss man sich unbedingt halten, ebenso wie an die Bestimmungen für den richtigen Bodengrund.

Viele Spielplätze bestehen aus mehreren Ebenen und haben sozusagen kleine Terrassen die stufenartig angeordnet sind. Der Höhenunterschied zwischen den einzelnen Stufen darf nicht mehr als 60 Zentimeter betragen. Nur dann ist es den Kindern möglich, die Ebenen beim toben sicher zu erreichen.

Sicherheit beim Sturz

Ein Kind fällt schon mal vom Spielplatz. Verhindern kann man es nicht, denn Eltern können nicht ständig die Hand beim Kind haben. Außerdem würde dies nur die Unsicherheiten stärken und keinen Spaß machen. Beim Sturz vom Spielplatz kann man diverse Sicherheiten bieten um die Verletzungsrisiken zu minimieren.

1,50 Meter Fallhöhe: Bis zu dieser Höhe ist es Pflicht den Kindergarten auf einer gesunden Wiese zu bauen. Der Spielplatz darf nicht auf steinigem Untergrund stehen. Der Boden sollte frei von spitzen und harten Gegenständen sein. Man kann selbstverständlich statt einer Wiese auch Sand als Untergrund einsetzen.

3,00 Meter Fallhöhe: Jetzt ist spezieller Fallschutzsand Pflicht für den betrieb eines Spielplatzes. Daran soll man sich auch im eigenen Garten halten. Stürze aus einer Höhe von mehr als 1,50 Metern und bis 3,00 Metern können schwere Verletzungen verursachen. Der Sand dämpft den Aufprall sehr sanft. Allerdings muss dieser eine Höhe von mindestens 20 cm haben.

6,00 Meter Fallhöhe: Mehr als drei und bis maximal sechs Meter ist im Grunde kaum ein Spielplatz im privaten Garten. Hier gibt es auch wieder neue Regeln. Der Bodengrund muss aus Rindenmulch ausgestattet sein. Dieser gibt sehr stark nach und schützt beim Sturz aus großen Höhen vor lebensgefährlichen Verletzungen.

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