Tierhaltung im Garten

Tierhaltung im Garten

Tierhaltung im Garten ist ein hochinteressantes, wie facettenreiches Thema: Damit ist sowohl das Mitnehmen des Hundes in den Kleingarten gemeint, als auch die Haltung von Hühnern und Stallkaninchen auf Eigentumsgrundstücken. Doch ganz gleich, ob Dir Dein Grundstück gehört oder Du es gepachtet hast, die Ausmaße der Tierhaltung sind klar begrenzt. Rücksichtnahme sollte zudem eine Selbstverständlichkeit sein, denn man möchte ja schließlich selbst auch nicht, dass des Nachbars geliebter Hund sich beispielsweise im eigenen Garten verewigt. Zudem sollte es ebenfalls als Selbstverständlichkeit gelten, dass Tiere, ganz gleich welcher Art, auch tiergerecht gehalten werden. Platz, Freilauf, Futter und Beschäftigung und idealerweise mehrere Artgenossen sollten vorhanden sein, Inzucht jedoch vermieden werden. Worauf Du noch achten musst, wenn Du Hase, Meerschwein, Huhn und Co. in Deinem Garten halten möchtest, habe ich im folgenden Beitrag für Dich zusammengefasst.

Hühner

Hühner sind sehr speziell. Meist ist gegen zwei oder drei Hühner nichts einzuwenden, sehr wohl aber gegen einen ganzen Stall voll. Jedenfalls dann, wenn der Garten nur angemietet ist. Hier gilt es, wie bei anderen Haustieren eben auch, den Vermieter direkt anzusprechen und nett zu fragen.

Aber: Auch jedes einzelne Huhn gehört tatsächlich beim Veterinäramt angemeldet. Das ist wichtig im Rahmen des Seuchenrechts.

Hunde

„Hunde sind an der Leine zu führen!“ – Daran solltest Du Dich bitte auch halten. Dass ein Hundehalter seinen Hund am Wochenende nicht Zuhause lässt, während der im Garten den Tag genießt, ist völlig klar. Aber gerade in Kleingartenvereinen gibt es ganz klare Regeln, an die es sich zu halten gilt. Innerhalb des eigenen Gartens darf Dein Hund sich natürlich auf der Wiese gern austoben.

Katzen

Wer kennt sie nicht: Freigänger. Wilde Katzen gibt es nach wie vor sehr viele, natürlich kann diese Sanftpfoten niemand verbieten und das wird auch gar keiner versuchen. Sie streunen eben umher, manchmal haben sie Glück und treffen einen besonders tierlieben Kleingärtner, der auch schon mal ein Näpfchen mit etwas zu trinken bereitstellt.

Das kenne ich selbst auch, aus meiner Kindheit noch. Das ging sogar soweit, dass wir am Ende Katzenbabys im Garten hatten, weil das Muttertier eben Schutz fand auf der Terrasse und Futter. Was allerdings störend war ist, dass der Nachbar ständig Katzenfutter etc. draußen stehen hatte und sich die Tiere dort in entsprechenden Massen sammelten.

Kaninchen

Auch in einem gepachteten Garten darfst Du Dir einen Käfig oder ein Freigehege aufstellen solange in Deinem Pachtvertrag so etwas nicht ausdrücklich ausgeschlossen ist. Doch bitte beachte: Selbstverständlich ist es für Häschen das Beste, wenn sie im Freiland leben dürfen wie in der Natur ja auch und dort frische Wildkräuter verputzen können.

Aber bitte beachte unbedingt – und diesen Vermerk schreibe ich nicht umsonst hier nieder – Witterungsbedingungen ändern sich! Kaninchen vertragen keinen Frost und brauchen ebenso sonnengeschützte Plätze. Ich persönlich würde sogar so weit gehen, die Tiere generell nicht im Garten zu lassen, wenn ich selbst abwesend bin.

Rechtliche Grundlagen

Wenn Du einen Garten Dein Eigen nennst, also Eigentümer bist und kein Mieter, musst Du Dich nur an die üblichen gesetzlichen Bestimmungen halten. Zum Beispiel kannst Du Dir dann natürlich gern drei große Hunde halten, aber wenn die Nachbarschaft nachts wegen des Bellens nicht mehr schlafen kann, musst Du etwas tun. Gleiches gilt für Vögel. Große Volieren sind wunderschön anzusehen und sicherlich auch artgerecht herzurichten, aber Tag und Nacht Krach sollte vermieden werden.

Auch am Ende dieses Artikels betone ich, dass mein Beitrag keine Rechtsauskunft ersetzt.

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