Feuerwanzen

Feuerwanzen sind auch als Feuerkäfer bekannt, ich selbst nannte sie von Kindesbeinen an „Franzosenkäfer“. Jeder kennt sie, da bin ich sicher. Meist treten sie vielfältig auf und nicht nur einzeln oder paarig. Letzteres jedoch ausgesprochen häufig, die Hinterteile der Käfer gesellen sich oft aneinander. Die charakteristischen Zeichnungen auf dem Rücken und die kräftigen Farben der Flügel sind einprägsam. Beinahe wie eine Maske wirkt das Erscheinungsbild der Wanze, die auch tatsächlich eine solche ist. Um genau zu sein, gehört der Krabbler zur den Bodenwanzen und bewegt sich auf Selbigem ziemlich flink umher. Im Allgemeinen sind die Tiere schwarz und warnrot, manche jedoch können auch gelb und weiß sein, was ich allerdings in natura so noch nicht gesehen habe. Und da wir ja alle diese Wanze kennen habe ich mich heute mal im Folgenden damit befasst, ob das Insekt eher als Schädling oder als Nützling einzustufen ist.

Sind Feuerwanzen giftig oder wieso tragen sie diesen Namen?

Feuerkäfer sind nicht giftig. Sie haben ihren Namen aufgrund der kräftigen Farbe des Schildes. Und ja, sie sondern ein Sekret ab, um genau zu sein aus dem Hinterleib. Dieses jedoch ist nicht giftig, sondern duftet für die meisten Fressfeinde einfach unappetitlich. Der Käfer möchte somit vermeiden, gefressen zu werden, meist schreckt das Sekret auch erfolgreich ab.

Das gilt für alle Arten und Gattungen, insgesamt gibt es 340 aktuell bekannte Arten. Bis zu zwei Zentimeter groß können sie werden.

Allerdings hat diese Wanze auch noch andere Namen. Man nennt sie sowohl Feuerwanze, als auch Feuerkäfer oder Franzosenkäfer. In Österreich kennt man sie als Schusterkäfer. Witziger Weise deshalb, weil man das Kopulieren dort als „schustern“ bezeichnet und das tun die Tiere – vor allem im Frühjahr – den Großteil ihrer Zeit.

Wie wird man sie los?

Pyrrhocoris marginatus lebt in Großfamilien, einen einzelnen Käfer wirst Du folglich kaum mal sehen. Sie ernähren sich in ihrer Vielzahl davon, herabfallende Samen auszusaugen. Auf ihrer Speisekarte stehen Hibiskus, Malvengewächse und Linde und ab und zu auch verstorbene Insekten und deren Eier. Im Zweifel, wenn es hart auf hart kommt, wird auch schon mal ein Artgenosse zerbissen. Dieses kannibalische Verhalten sichert somit ihren Bestand.

Am liebsten wohnen sie in sonnige Bereichen, meist zu Hunderten, vorzugsweise am Stammfuß einer Linde. Sie los zu werden ist gar nicht so einfach, weil sie sich so lebhaft vermehren. Einige schwören wohl auf Spülmittel-Wasser-Gemisch, womit der Boden regelmäßig abgespritzt wird.

Ich würde etwas Manuelles empfehlen: Die Wanzen setzen sich zum Winterschlaf zu einem großen Klumpen zusammen. Den kann man durchaus ausfindig machen im Herbst, dann kann man sie aufkehren und woanders aussetzen. Oder aber Du entfernst alle Malvengewächse aus Deinem Domizil, damit nimmst Du ihnen das Futter und sie werden weiter wandern.

Foto by Redaktion