Zirpfreies Grillen im Garten

Auf den ersten Grillabend freut sich wahrlich jeder Gärtner, denn das läutet dann endgültig die Saison ein.

Bevor ein Missverständnis entsteht: Nein, es geht nicht um die zirpenden Wiesenbewohner in diesem Artikel, sondern viel mehr um den Wochenendgaumenschmaus, auf den wir uns doch alle nach dem Winter freuen. Am Ende der Saison ist der Geruch vom Bier über Holzkohle schon gar nicht mehr so sehr attraktiv, aber gerade im Frühjahr reckt man doch so gern die Nase in den Wind. Hier gibt es so viele Möglichkeiten, sich kulinarisch auszutoben: Manch einer schwört auf den Gas-Grill, ich persönlich mag die altbewährte Holzkohlevariante deutlich lieber. Zum einen des Duftes wegen und zum anderen, weil das Fleisch darauf so schön rauchig schmeckt. Allerdings gehöre ich auch eher zu den rustikalen Essern, mit Medium-Steaks kann man mich nicht locken. Jeder hat so seine eigenen Tricks und Vorlieben.

Die verschiedenen Methoden

Im Schwenk- oder Kugelgrill oder ähnlichen Modellen wird auf Holzkohle gegrillt. Generell jedoch gibt es mannigfaltige Möglichkeiten, direkt oder indirekt zu grillen: Plankengrillen wird heute wohl kaum noch praktiziert, Barbecue ist nicht einfach nur „grillen“, ob mit oder ohne Grillanzünder – hier scheiden sich die Geister und das wird sich wohl auch niemals ändern. Außerdem kannst Du mit Kohle oder Briketts grillen und mit Heißluftgebläse oder Lötlampe ein Feuer entfachen. Auch steht immer wieder die Frage im Raum, ob es gut ist, mit Bier abzulöschen. Diesbezüglich ergreife ich die Partei für das Bier, aber generell ist das unsinnig, denn hierbei wird die Glut abgekühlt und die Asche nach oben in Richtung Deines Grillgutes gewirbelt.

Entscheidung beim Gasgrill

Beim Gasgrill findest Du häufig die Marken Enders und Weber. Deshalb sei an dieser Stelle auf beide Webseiten verwiesen. Hier entlang um eine große Auswahl an Grills der Marke Enders zu sehen, oder hier für eine Übersicht der Weber Grill Angebote.

Was darf alles auf den Grill?

Im Grunde alles, was nicht zuvor – wie beispielsweise Wiener Würstchen – gepökelt worden ist. Kassler und Bockwurst gehören somit auch nicht auf den Grill. Der Grund: Die Salze beinhalten Nitrit und spezielle Eiweißstoffe (Amine), die bei Hitze reagieren und dann Nitrosamine bilden. Auch bereits geräuchertes Gargut gehört folglich nicht auf den Grill.

Darüber hinaus darf allerdings sehr viel Platz auf Deinem Grill finden: Steaks, Bratwürstchen, Pflaumen im Speckmantel, Langustinos (beispielsweise mariniert mit Olivenöl, Rosmarin und Knoblauch), Forelle, Sardinen, Garnelen, Schaschlikspieße, Leberkäs, Hühnerkeulen (ich koche sie immer etwas vor), Thunfisch, Lachsfilet, Rippchen (Sparerips), Cevapcici, Gyrosspieße, Bauchscheiben und Buletten, um nur ein paar Ideen zu benennen.

Extratipps für Vegetarier

Bananen werden langsam zum Trend, Tomaten-Feta-Päckchen, Zucchinischeiben, Mais, Folienkartoffeln, Kartoffelpuffer, Auberginenscheiben, Champignons (beispielsweise mit Gorgonzola gefüllt), Tofuwürstchen, Frühlingszwiebeln in Alufolie, wären einige Anregungen, die mir spontan einfallen.

Was grillt man für Veganer?

Ganz böse, sezierende Zungen würden nun antworten: „Steine!“ Aber nein – es gibt wirklich zahlreiche und köstliche Grillrezepte für Gäste, die vegan leben. Du kannst beispielsweise Zwiebel-Knoblauchpäckchen auf den Grill legen, aber auch Gemüse grillen – hier geht es zum Beispiel auf einer Assiette oder Du machst daraus Spieße. Auch Peperoni und Oliven, Pitabrot (z. B. mit Zucchiniaufstrich), Fenchel, Aubergine oder Sakuska (Paprika, Aubergine, Tomate, Zwiebel, Olivenöl, Salz, Chilischote) gehen gut und schmecken lecker.

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