Winterportulak

Ob bekannt unter dem Namen Kuba-Spinat, Tellerkraut oder Postelein – alles meint den Portulak. Angebaut wird der Winterportulak bei uns erst seit einigen Jahren, eben weil man ihn als eines der wenigen Wintergemüse frisch aus dem Garten genießen kann. Ich hätte ihn als Zierpflanze erachtet, so auf den ersten Blick.

Idealer Standort

Das Quellkrautgewächs kannst Du in Deinem Garten einjährig anbauen. Bis zu 30 Zentimeter hoch kann der Kuba-Spinat mit den fleischigen Blättern werden.

Etwa 3 Zentimeter werden die Blätter im Durchmesser, die anmuten, als seien sie vom eigenen Stängel durchstoßen worden. Im November kannst Du noch säen, aber auch im Februar/März ginge das, wenn Du sicher bist dass der Winter bis dahin nicht mehr so streng wird. Der November ist insofern ratsam, als dass Du jetzt sowieso den Platz im Beet vorhanden hast und es im März beispielsweise auch sehr windig sein kann, was nur ausdörrt.

Beim Winterportulak kannst Du im März bereits mit der Ernte rechnen. Die Blätter sind dann fleischig und fertig, wenn die Blüte kurz bevorsteht. Ich bitte um Verständnis dafür, dass das Titelbild in diesem Artikel einen Sommerportulak zeigt. Die Quellen für das winterliche Gemüse sind eine Seltenheit, eben weil er noch nicht so lange bei uns angebaut wird.

Du kannst Winterportulak auch im Fensterbrett im Kasten ziehen, sodass Du stets frische Vitamine trotz des Winters da hast.

Wie winterhart ist der Winterportulak?

Bis zu -10 Grad Celsius verträgt er, allerdings nur, wenn Du ihn mit Reisig abdeckst. Winterportulak wächst dann ab etwa 5 Grad wieder weiter.

Ich kenne Portulak nicht, welchen Teil kann ich davon essen?
Die Blätter sind genießbar, sowie Stängel und Blüten. Essbar generell wäre Portulak also insgesamt.

Gekocht schmeckt er beinahe wie Spinat, roh eher wie weniger aromatischer Feldsalat.

Die Ernte kann reichhaltiger ausfallen, als Dir lieb ist

Du solltest Deinen Winterportulak besser im Frühling flink abernten. Tust Du das nicht rechtzeitig, wird er sich selbst aussäen und wachsen wie Unkraut.

Wie bewahre ich ihn auf?

Wenn Du ihn gewaschen hast, tupfe ihn trocken mit dem Küchentuch, danach kannst Du ihn in einer Schüssel in das Gemüsefach Deines Kühlschranks verfrachten. Dort hält er sich bis zu maximal einer Woche. Prinzipiell jedoch ist es ratsam, wenn Du nur erntest, was Du zu verzehren schaffst, dann hast Du jede Portion ganz frisch aus Deinem Garten. Guten Appetit!

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