Wie pflanzt man Buchsbaumhecken?

Im Anschluss an den letzten Artikel, in dem es um Münsterländer Gärten ging, deren Ursprung im feudalen Adel zu finden war, habe ich mich nun direkt dem Thema der Buchsbaumhecke gewidmet. Warum? Weil ich sie als echten Werkstoff erachte. Die Formen, die man damit formen kann, sind unbegrenzt und die Hecke sieht immer ausgesprochen gepflegt aus und macht verhältnismäßig wenig Arbeit.

Der ideale Standort

Die Pflanzen kommen verhältnismäßig nahe aneinander, denn es sollen ja keine einzelnen Bäumchen werden, sondern eine dichte Hecke. Im Frühjahr kannst Du loslegen: Buchsbaum gibt es oft in Töpfchen oder eben gebündelt.

Der Untergrund für den Buchs sollte ganz frisch aufgelockert werden und am besten hebst Du frischen Kompost unter. Die Pflanzen sollten währenddessen in einem Wassereimer stehen, sodass sich die Wurzeln daran laben können.

Nun kannst Du eine Pflanzschnur ziehen, damit Deine Hecke schön geradlinig wird, wie man es bei Buchs ja auch anstrebt. Aller zehn Zentimeter kommen die Pflanzen in den Boden. Du solltest sie idealerweise gleich angießen und wenn Du die Erde etwas angedrückt hast und die Pflanzen im Boden stehen. Schneide sie bitte zurück. Und zwar recht radikal, bis auf zwei Drittel. Hier findest du die passende Heckenschere.

Die Kosten

Du brauchst, wenn Du Deinen Garten schön umrahmen möchtest mit Buchsbaumhecke, aller etwa 10 Zentimeter eine Pflanze, die beim Einpflanzen möglichst 15 Zentimeter groß ist. Die Preise der Bäumchen liegen zwischen knappen 2 Euro und klettern aufwärts bis 23 Euro. Kauft man entsprechend viele, wird es sicherlich auch die Möglichkeit eines Rabattes geben.

Der Pflegeaufwand

Nun gilt es, den Boden stets schön feucht zu halten und zu Beginn des Junis kannst Du die Bäumchen düngen. Dafür würde ich unbedingt flüssigen Buchsbaumdünger empfehlen, damit auch die richtigen Nährstoffe im Wurzelballen ankommen. Stickstoff braucht die Pflanze zwingend. Einen Mangel kannst Du dann diagnostizieren, wenn die Blättlein bronzefarben werden.

Übrigens: Auch im Kübel oder Topf braucht der Buchs viel Zuwendung. Tägliches Gießen ist absolut notwendig und wöchentliches Düngen ebenso.

Was den Schnitt betrifft, ist der Buchsbaum recht anspruchslos. Zweifach jährlich solltest Du mit der Schere ran, damit die Hecke auch schön dicht bleibt. Den Formschnitt kannst Du auch öfter vornehmen. Was bemerkenswert ist ist die Tatsache, dass der Buchs ganz gleichmäßig wächst wenngleich er eine Sonnen- und eine Schattenseite hat. Das bedeutet ein regelrechtes, abgerundetes Bild.

Der geschichtliche Hintergrund

Der Buxus kommt recht weitverbreitet auf der Welt vor. Er ist immergrün und schafft nicht mehr als 8 Meter Wuchshöhe. Er wächst langsam und ist besonders beliebt als Kugel, was etwas Geschick und Übung bedarf.

Der Buchs an sich war beim Adel einst ausgesprochen beliebt, einfach schon weil er die parkähnlichen Gärten sehr feudal wirken ließ. Später dann kamen die Hecken nicht nur um Wasserschlösser herum infrage, sondern auch beim gemeinen Fußvolk. Es wurde also versucht, beim Hochadel mithalten zu können und dennoch individuell zu sein.

Ganz ursprünglich stammt der Buchsbaum aus den Niederlanden.

Foto © rogez – Fotolia.com

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