Wie man einen Gartenweg selbst anlegt

Gartenweg selbst anlegen

„Bevor Du urteilen willst über mich und mein Leben, zieh Deine Schuhe aus und gehe meinen Weg“ – so hart soll das im eigenen Wochenenddomizil nicht sein :) Damit es nicht allzu steinig ist, solltest Du Dir um Deinen eigenen Gartenweg mal Gedanken machen. Mir fiel nämlich in einer ruhigen Minute allein im Garten wieder einmal auf, dass man oft Sachen findet, die man nicht mag oder die einen selbst stören, aber man ist sozusagen bereits betriebsblind und ändert daran nichts. Sei es der Kirschzweig, der Dir ständig im Weg hängt (Wieso schneidet man ihn nicht endlich einfach ab?) oder eben der Gartenweg. Auf diese Idee kam ich, weil mein eigener Gartenweg sehr alt ist und optisch kein wirklicher Hingucker: Typische graue Steinplatten verhindern leider auch kein Unkraut, das ich in sehr engmaschigen Abständen immer wieder jäten oder abbrennen muss.

Wie sollte er denn sein, der Gartenweg?

Das kommt einzig und allein auf Deinen Geschmack und Deine Ansprüche an. Es gibt Liebhaber weißer Kiesel und auch die, des strikten, betonierten Weges, der keinen Grashalm zulässt oder die Kleingärtner, die es lieber natürlich mögen und sich daher auch gern mehr Mühe machen.

Wichtig ist, dass der Weg entsprechend ausreichend breit ist, damit Du auch mal mit schwererem Geschütz passieren kannst. Ideal wäre es, wenn Du zum Festlegen der Breitemaße einfach Deine Schubkarre als Maß verwendest, denn mit ihr musst Du hier sicherlich noch öfter entlang.

Barrierefreiheit wäre ideal, wenn Du nicht gerade einen Garten in Hanglage Dein eigen nennst. Das ist günstig, wenn Du samt Sackkarre etwas sperriges oder schweres transportieren musst und gewährleistet auch beispielsweise rollstuhlpflichtigem Kaffeebesuch einen unbeschwerlichen Gartenrundgang.

Naturbelassener „Trampelpfad“

Zwischen den Beeten an sich ist es sicherlich sinnvoll, hier nur kleine Wege selbst platt zu machen, denn auf diese Weise kommt man prima durch das Erntegut und kann danach auch hervorragend barrierefrei wieder umgraben.

Als echten Hauptweg im Garten würde ich das so nicht empfehlen, da das hier doch mit viel Arbeit verbunden ist. Denn eines wissen wir alle: Unkraut vergeht nicht. Wildkräuter wie zum Beispiel Löwenzahn verbreiten sich ganz schnell dort, wo es Erde, Licht und Wasser gibt.

Pflastern und Platten

Wenn Du pflastern kannst, weil DU handwerklich begabt bist oder es sogar im beruflichen Rahmen gelernt hast, ist das hier Gold wert. Doch bedenke: Einfach mal so herumprobieren wird Dir wenig Freude bereiten, denn ganz so einfach ist das Pflastern gar nicht. Vor allem der Untergrund, für den Du auch Sand benötigst, muss schön plan sein.

Und: Ganz gleich, ob Du Gehwegplatten oder Pflastersteine verlegen willst, es wird immer Rillen geben, in denen kleine Samen und Pollen einen Platz finden. Mit Arbeit ist hier also allenfalls noch zu rechnen.

Der Kiesweg

Kies kann wunderbar aussehen, gerade der grobe, weiße Kies. Aber lange schön ist er leider nicht. Der weiße Kies wird schnell grün und brauch daher Pflege. Und auch Unkraut mogelt sich hier durch, daher musst Du schon eine recht dicke Kiesschicht einlassen. Ganz verhindern wirst Du dennoch nicht können, dass Löwenzahn, Gras und Co. sich hier einnisten.

Betonieren

Betoniert worden ist offensichtlich gerade im Bereich Sachsen-Anhalts einst gern und viel, einfach weil es auch an anderem Material mangelte. Daher sind die meisten Terrassen und Gartenwege aus Beton, der jedoch leider oft riss.
Eine saubere Variante kann das folglich schon sein, wenn der Weg ordentlich betoniert worden ist, aber so richtig gemütlich ist das nicht. Betonierte Gartenwege sind also eindeutig Geschmackssache.

Übergang zum Rasen

Bedenke, wie viel Arbeit das Mähen Deines Rasens machen kann, wenn Du mit dem Mäher nicht ordentlich bis in die Winkel und Kanten kommst.

Ich habe es mir hier denkbar leicht gemacht: Alte Palisaden, die einst zur Wegbegrenzung aus Stein verwendet worden sind, habe ich weiterverwendet: Nachdem sie bereits aussortiert gewesen sind, habe ich sie mit dem Gartenschlauch ordentlich gereinigt und dann als Rasenkante benutzt, indem ich sie einfach hingelegt habe. Hier spare ich mir nun das separate Kantentrimmen meines Rasens, denn mit dem normalen Rasenmäher kann ich nun mit zwei Rädern auf den Steinkanten auffahren und so sehr sauber mähen.

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