Wie baue ich Spargel an

Spargel anbauen

Die Spargelsaison ist offiziell eröffnet! Ob hell oder grün – im Handel bekommst Du nun bereits köstlichen Spargel. Frische Kartoffeln und Sauce Hollandaise dürfen für den echten Spargel-Fan nicht fehlen, auch in Schinken eingerollt ist das Gemüse ein echter Hit! Doch kaufen kann ja jeder und wie Dir sicherlich aus vorangegangenen Artikeln bekannt ist, mache ich Sachen gern selber, ziehe meine zarten Pflänzchen am liebsten selbst und bereite schlicht gern frischest möglich zu. Das ist so eine der Eigenarten von uns Hobby-Gärtnern :) daher habe ich mich dieses Mal für Dich mit der Aufzucht und Ernte von Spargel befasst.

Der ideale Standort

Feucht mag es der Spargel. Als Beetnachfolger mag es die Gemüsestange gern locker im Boden, also am besten dort, wo Du voriges Jahr beispielsweise Buschbohnen gesät hattest.

Die Erde sollte humusreich sein und gut durchlüftet. Dünger benötigst Du auf synthetischer Basis nicht, im Vorjahr genügt Gründüngung dem Gemüse, das dennoch viel Pflege bedarf. Der grüne Spargel muss, im Gegensatz zum weißen Spargel, nicht angehäufelt werden.

Schier wie von Zauberhand wächst der Spargel extrem schnell, wenn die Witterungsverhältnisse günstig sind. Nichtsdestotrotz rate ich selbst von der Saat als solche ab, das hat leider bisher bei mir nie geklappt. Aber pflanzen kannst Du: Die Setzlinge die eben nur aussehen, wie nackte Wurzeln, bekommst Du inzwischen sogar via Online-Versand.

Etwa 30 Zentimeter tief müssen diese Setzlinge in den Boden, zwischen den Reihen solltest Du mindestens 40 Zentimeter Platz lassen. Wenn Du den Boden maximal aufgelockert und somit belüftet hast, gibt etwas Sand in diese Furche. Darauf kommt am besten Komposterde, dann kannst Du die Setzlinge wie kleine Sterne einsetzen und darüber anhäufeln.

Die Ernte

„Ist Spargelstechen denn eigentlich wirklich so schwierig?“ – Diese Frage hat sich wohl bereits jeder Junggärtner gestellt. Und nein, keine Bange: Auf dem Feld ganz sicher zu Handelszwecken, aber im kleinen Garten für den Eigenbedarf sollte sowas sowieso nicht in Stress ausarten.

Der Mai ist der Wonnemonat für uns Spargel-Fans. Das ist genau die Saison der weiß-rosafarbenen und grünen, geschuppten Gemüsestangen.

Geerntet wird im Zweifelsfall lieber etwas zu zeitig, als zu spät, die Knospen ragen aus der Erde und sollten noch nicht auseinanderfächern, sondern fest am Stiel sitzen. Dann ist die Gemüsestange schön zart und nicht holzig.
Kurz über der Erde kannst Du die Stangen brechen oder besser abschneiden. Allerspätestens am 24. Juni gehören alle Stangen geerntet. Danach bedecke Dein Spargel-Beet mit Mulch, sodass es nicht gänzlich austrocknet. Bis zu ein Jahrzehnt lang wirst Du hier Ertrag haben.

Ist Spargel wirklich derart gesund, wie es heißt?

Spargel ist tatsächlich gesund. Inzwischen ist die grüne Stange beliebter, als der Weiße. Einfach, weil er deutlich aromatischer ist und ich persönlich habe auch das Gefühl, dass die Stangen zarter sind und seltener holzig.

Er ist vor allem reich an Vitamin A und E und wirkt, wie wohl jeder Fan des Gemüses weiß, harntreibend. Das wiederrum wirkt sich entschlackend und entgiftend auf den Körper aus.
Auch bekannt ist Spargel für seine pilzhemmende Wirkung. Also gerade bei Adipositas und Ödemen empfehlen Mediziner den Genuss von Spargel.

Aufbewahrung und Verwendung

Bei 2 bis 5 Grad Celsius kann Spargel aufbewahrt werden. Am besten schlägst Du ihn in ein zuvor angefeuchtetes und dann ausgewrungenes Geschirrtuch ein. Schälen solltest Du ihn allerdings erst direkt kurz vor der Zubereitung.

Solltest Du übrigens Spargel kaufen so achte bitte darauf, dass die Enden nicht ausgetrocknet sind. Dann sind die Stangen frisch.

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