Rattenplage im Garten

Ratten rufen nicht nur Ekel hervor, sondern sind auch eklatante Krankheitsüberträger und gehören somit nicht geduldet.

Einige Leser haben ein handfestes Problem im Garten: Ratten. Offenbar bedienen sich die Nager am und im Kompost. Da schlägt man nur noch die Hände über dem Kopf zusammen, denn gerade in Gartenanlagen ist die Handhabe hier knifflig, da auch andere Tiere und vor allem Kleinkinder zugegen sind. Ratten sind nahezu niemals allein, also als Einzeltier unterwegs, sondern bedienen sich zuhauf an Deinem Kompost. Hier finden sie in aller Regelmäßigkeit quasi einen frisch gedeckten Tisch. Selbstverständlich merken sich die schlauen Tiere diese Quelle und kehren immer wieder. Abgesehen vom Ekel, den viele Menschen für diese Tiere empfinden, übertragen Ratten auch Krankheiten. Heute möchte ich mit Ammenmärchen von beißenden Killerratten aufräumen und einmal zusammentragen, was Du gegen die Plage tun kannst, ohne Dich und andere zu gefährden.

Anzeichen dafür, dass Ratten sich im Kompost bedienen

Die Schädlinge gehören nirgends toleriert, auch nicht im Garten! Ein untrügerisches Zeichen ist eine deutliche Spur, die sie nun mal hinterlassen: Rattenkot. Findest Du den charakteristischen Kot, solltest Du auch sofort handeln, denn Ratten sind nicht nur schlaue und instinktive Tiere, sondern vermehren sich auch noch enorm schnell.

Zudem nagen Ratten zu gern genau alles an, allein schon um ihre schier unendlich wachsenden Zähne zu wetzen. Nicht nur an Holzbrettern erkennst Du ihre Spuren, sondern mit Vorliebe vergreifen sie sich an Kabeln, aber sogar Metall ist hier nicht sicher. Alu ist für Ratten leicht anzuknabbern. Die typischen Bissspuren sind einfach zu identifizieren: Zwei herausragende Schneidezähne vertiefen sich vordergründig, die Rillen sind nahezu parallel und haben etwa eine Distanz von 4 Millimetern.

Ihre Nester verstecken die Nager sehr gut, aber es kann passieren, dass Du durch Zufall einen Nistplatz beim Graben im Garten freilegst. Am liebsten verstecken Ratten im Garten ihre Nester unter dem Kompost oder der Laube, denn hier herrscht zumeist Ruhe.

Verendete Tiere deuten auf einen akuten Befall hin. Hier wird der Kammerjäger anhand dieser Ratte die explizite Art bestimmen können. Bitte fasse ein solches Tier auch nicht an. Wenn es sofort „weg“ soll, musst Du unbedingt eine Schaufel verwenden.

Zudem kannst Du die Tiere gegebenenfalls sogar erreichen: Sie sondern einen Geruch aus, der stark an Ammoniak erinnert. Sollte es also in Deiner Laube so charakteristisch riechen, wird es sich sehr wahrscheinlich um den Urin der Nager handeln.

Inwiefern Du Dir Hilfe holen kannst

Es gibt freilich mannigfaltige Mittel gegen Ratten. Gifte, Fallen und Hausmittel bis hin zum Ultraschallgerät. Aber ich würde im Falle einer Rattenplage in meinem Garten keinerlei Experimente machen. Kontaktiere das Ordnungsamt Deines Wohnortes. Hier wird in der Regel sofort und kostenfrei geholfen.

Prophylaxe gegen Ratten im Garten

Bitte wirf kein Fleisch auf Deinen Kompost, sondern entsorge diesen Abfall besser fachgerecht über die Tonne Zuhause. Auch andere Abfälle wie Obst, sollten sogleich am selben Tag entsorgt werden – bitte nicht erst lange liegen lassen. Dieser Müll darf auf den Kompost, aber eben möglichst frisch, denn Verwesungs- und Gärungsgeruch lockt die Tiere an. Außerdem sollten diese Abfälle gut verteilt werden auf Deinem Komposthaufen und nicht immer in derselben Ecke landen.

Das regelmäßige Umsetzen und umlagern des Komposts ist ebenso das A und O. Doch ganz gleich, ob Du denkst es handele sich „nur“ um „ein paar“ Ratten im Garten – es ist nur eine Frage der Zeit, bis Du die Plage auch in der Laube hast. Unterschätze bitte nicht die gesundheitliche Gefährdung durch diese Krankheitsüberträger. Getan werden MUSS hier definitiv etwas.

Foto © silvioheidler – Fotolia.com

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