Physalis im Garten

Die einjährige Physalis wird bis zu einem Meter hoch und ist auch bekannt unter den Namen „Blasenkirsche“ oder „Kap-Stachelbeere“, sowie „Andenbeere“. Wie alle Nachtschattengewächse ist sie leicht behaart. Optisch ein Hingucker schlechthin im heimischen Garten und offenbar leicht auszuziehen in Mitteleuropa. Doch bitte verwechsle die leckere Frucht nicht mit dem ungenießbaren Verwandten.


Wie ziehe ich die hübsche Lampionpflanze?

Inzwischen hat wohl kaum jemand noch Kerne aufgehoben, daher gehe ich hier besser auf die Aufzucht aus dem Samen ein.

Die Physalissamen säst Du – ebenso wie Tomaten – Ende März.

Sowohl im Freiland, als auch im Kübel sollte Dir die Aufzucht gelingen können.

Generell kannst Du natürlich auch aus gekauften Früchten Kerne gewinnen und sie etwas abtrocknen lassen.

12-11-2013 08-26-08

Wann sollte ich beginnen?

Du solltest mit dem Vorziehen im Februar oder März beginnen, dann kannst Du im Mai ins Freiland aussäen und die Gefahr von spätem Frost ist mehr als gering.

Der ideale Standort

Die Lampionfrucht hat mit der Tomate so Einiges gemein:

Sie ist ein Nachtschattengewächs und daher leicht behaart.

Nur ein Jahr lang lebt die Pflanze, nach der Ernte kommt sie fort.

Ganz viel Licht braucht die Physalis. Selbst ganz pralle Mittagssonne genießt sie und trägt davon keinen Schaden.
Sie benötigt relativ viel Wasser, lass den Boden nicht zu sehr austrocknen.

Ziehst Du gerade erst die Sämlinge, mag er es lieber verhältnismäßig kalt, bitte verzichte auf einen Standort im Fensterbrett über der Heizung, aber Sonne ist ein absolutes Muss!

Du kannst hierfür Anzuchterde verwenden, wichtig ist für die Physalis, dass das Substrat locker und nährstoffarm ist.

Wenn Du die feinen Samen ganz dünn wieder bedeckt hast mit Substrat, verzichte bitte auf die Benutzung einer Gießkanne. Eine Sprühflasche wäre ideal, denn die feinen Samen würden sonst nur weggespült werden.

Auf Dünger kannst Du guten Gewissens verzichten, der Samen ist sozusagen ein Selbstversorger.

Ist Physalis winterhart?

Mitnichten. Die Pflanze mag es nicht kalt, vor dem ersten Frost muss Sie ausgegraben werden oder Du ziehst sie im Kübel und trägst ihn dann herein, am besten kommt sie in den Keller, bis die Früchte richtig reif sind und orange statt grün.

Wann kann ich denn ernten?

Du kannst einerseits immer einen ganz vorsichtigen Blick von der Spitze des Lampions riskieren, aber Du kannst auch nach der Farbe der Hülle gehen:

Ist der Lampion noch grün, ist die darin verborgene Frucht noch nicht reif. Das ist erst der Fall, wenn die Hülle gelb ist.

Übrigens: Es gibt eine Stiefschwester der leckeren Frucht aus den Anden – die Zierpflanze Physalis franchetti, deren Lampions in orange bis rot leuchten.