Peperoni anbauen – Perperoni selber pflanzen

Schon gewusst? Die scharfe Schote ist gar keine. Sondern, rein botanisch betrachtet, eine Beere. Das ändert allerdings nichts am Geschmack. Die Pflanzen wirken im Garten, wie auf dem Balkon, geradezu neckisch. Neben Paprika und Chili, sowie Tomaten gilt die Peperoni als außerordentlich beliebt zur Fensterbankaufzucht und Balkondekoration. Und ganz unter uns – sie sieht reizend aus, wenn die kleinen Schoten, wie ich sie dennoch lieber nenne, das sonst zarte Grün verschönert.

Wieso ist Peperoni so begehrt?

Zum einen aus Attraktivitätsgründen. Im Garten wirkt so ein separatgestellter Kübel klasse, gerade wenn die Schoten reifen. Da man die Früchte trocknen kann, ist die Aufbewahrung durchaus rentabel. Geschmacklich gehen die Meinungen sicherlich auseinander, denn nicht jeder mag es scharf. Doch unschlagbar ist das Argument des Vitamingehalts. Damit ist die scharfe Beere regelrecht gesund.

Was ist der Unterschied zwischen Chili und Peperoni?

Jetzt kommt´s: Eigentlich sind alle „Schoten“, also Beeren: Paprika! Die Bezeichnung richtet sich nach der Herkunft. Ganz einfach. Die Europäischen nennt man Peperoni und die aus Asien und Süd-, wie Mittelamerika Stammenden eben Chili. Peperoni sind geschmacklich eher die mildere Variante, wohingegen so eine Chili aus dem Asia-Laden durchaus Feuer hat. Darüber hinaus kann man auch sprachlich herleiten, wie es zu diesem Doppelnamen kommen konnte: Ein italienisches Chili nennt sich „Peperone“.

Der Anbau

Wenn Du keine fertige, kleine Pflanze im Geschäft kaufen möchtest, benutz Kerne. Ich habe beispielsweise zuerst die fertige Pflanze probiert da ich mir erst unsicher war, ob ich sie mag. Daraus hob ich mir dann Kerne auf und trocknete sie vergangenes Jahr, um sie dann in der jetzt kommenden Saison wieder zum Leben zu erwecken. Aber vor Februar beginne ich damit definitiv nicht, zumal dieses Jahr der Winter sowieso erst spät zu kommen scheint. Hast Du gekauftes Saatgut von dem Du nicht genau weißt, wie frisch es ist, mach zunächst eine Keimprobe. Es spricht nichts dagegen, mit der Aufzucht im Fensterbrett zu beginnen. Chili, Peperoni und Paprika sind keine Lichtkeimer. Du säst also ganz normal aus, dazu benutzt Du Aussaaterde und kleine Töpfchen. Du solltest mutig sein und lieber tiefer säen als zu flach, denn die Kerne brauchen den Weg durch die Erde, damit der Keimling freigegeben werden kann und sich sozusagen aus der Hülle strampelt. Wässern ist wichtig, Staunässe solltest Du jedoch vermeiden, damit die Keimlinge Dir nicht verrotten. Danach wird, wie bei Tomatenpflänzchen auch, pikiert. Übrigens kannst Du die zarten Sprosse abhärten, damit Sie dann, wenn Du sie ins Freiland aussetzt, etwas robuster sind: Nach dem Pikieren kannst Du etwas Luftbewegung ins Spiel bringen, das soll zur Folge haben, dass die Pflanzen später besser mit Witterungsveränderungen wie Wind umgehen können.

Schädlinge und Erkrankungen

Leider mögen Blattläuse die Paprikapflanzen sehr gern und auch Mücken und Schnecken. Die weiße Fliege ist meist besonders lästig. Kartoffelkäfer naschten hier einst gern, aber die sieht man ja inzwischen kaum noch. Eine Idee wäre es, die Pflanzen zusammen mit beispielsweise Knoblauch im Beet zu benachbarn, denn den Geruch mag kaum ein Schädling.

Der Blickwinkel aus der medizinischen Richtung

Besonders viele Vitamine enthält die Beere nachweislich. Was allerdings die Schärfe und ihr Beiwohnen in Saucen und Pulvern betrifft, wäre ich mir da nicht so sicher, denn hier sind Beimengungen enthalten, die nicht zwingend gesund sind. Darüber hinaus macht – wie so oft – die Dosis das Gift. Wer sich also selbst etwas beweisen muss, braucht sich über dann erhöhten Blutdruck wohl nicht zu wundern.

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